18.05.2007 München – Ein 34-jähriger Lagerist und sein 65-jähriger Vater waren aus dem Bereich Ammersee nach München gekommen, um hier den Vatertag zu feiern.
Beide, in Tracht gekleidet, befanden sich nach 22.00 Uhr auf dem Weg zur S-Bahn und waren alkoholisiert. Auf der Hackerbrücke wurden die „Trachtler“ von einem 19-jährigen Steinmetz und dessen beiden Freunde (19, 20 Jahre alt), angerempelt und anpöbelt. Schließlich erhielt der 65-Jährige einen Faustschlag ins Gesicht, stürzte und schlug mit dem Kopf auf eine Leitplanke auf. Während er am Boden lag, traten die drei Heranwachsenden mit Füßen auf ihn ein.
Der 34-jährige Lagerist, der seinem Vater zu Hilfe kommen wollte, zog nun seinen „Hirschfänger“ aus der Lederhose, fuchtelte damit herum und versuchte die Angreifer abzuwehren. Dabei brachte er dem Steinmetz einen Stich im linken Brustbereich und einen in der rechten Gesäßbacke bei.
Zeugen, die den Vorfall beobachtet hatten, riefen die Polizei.
Der 65-jährige Vater musste in einer Klinik mit Prellungen und Hautabschürfungen ambulant behandelt werden. Der mit dem Messer verletzte 19-Jährige befindet sich in stationärer Behandlung, Lebensgefahr bestand nicht.
Die Staatsanwaltschaft München I kam nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes zu dem Ergebnis, dass die Handlungsweise des Lageristen im Rahmen der Nothilfe für seinen Vater gerechtfertigt war und verfügte die sofortige Freilassung.
Gegen die drei Heranwachsenden, die den 65-jährigen Mann angegriffen, wird ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.